Liane Louck

Sonntagskind. GenX.
Aufgewachsen mit viel Kunst, Musik, Literatur & Esoterik.
Spielt schlecht Viola, aber schreibt erstaunlich gut.

Liane Louck alias Nadja Schade wurde 1970 als Nadja von Elm in Nürnberg geboren und wuchs dort in einem unkonventionellen Elternhaus auf. Sie arbeitete über zehn Jahre als Grafikerin und Texterin in der Kinobranche, bevor sie in Nürnberg Architektur mit Schwerpunkt Projektmanagement studierte. Im Anschluss macht sie sich mit einer eigenen Firma selbständig.

Sie hat ein Brettspiel mitentwickelt, das Tarot-Orakel-Wochenhoroskop „The friendly Cards“ erfunden und bloggt privat seit zehn Jahren vor allem über Astrologie, Filme und Serien. Ihre Lieblingsgenres, egal ob Buch oder Film sind seit jeher Fantasy und Science-Fiction. Sie ist Filmnerd und liebt Brett- und Computerspiele. Wie ihr Alter Ego Leeloo kocht und isst sie leidenschaftlich gern – so ziemlich alles von Artischocke bis Zimtstern.

Die „Feuermann & Venusfrau“-Trilogie ist Nadja Schades autofiktionale Debütromanserie und erscheint unter dem offenen Pseudonym Liane Louck.

Sie lebt mit Mann und Hund in Andalusien und Bayern und arbeitet derzeit an einem Urban-Fantasy-Projekt.

Interview auf Leserkanone.de vom 22.08.2026


Das einstündige Interview der Autorin mit Ben von „Dailyklappentext“ vom 18. Dezember 2025:

Kleines Autoren FAQ – im August 2026 stellte ich mich außerdem den Fragen von Leserkanone.de zu meinem Autorenleben:

– Frau Louck, wie lange sind Sie inzwischen Teil der schreibenden Zunft? Wie kam es dazu, dass Sie mit dem Schreiben angefangen haben?

Durch eine amerikanische Freundin kam ich 2014 zum Bloggen. Damals ausschließlich auf Englisch, mittlerweile schreibe ich meist auf Deutsch. Als diese gleichaltrige Freundin im Sommer 2024 unerwartet starb, kamen natürlich Gedanken über die eigene Endlichkeit und was ich vorher unbedingt noch tun möchte hoch. Acht Jahre zuvor hatte ich mir geschworen, irgendwann aus meiner eigenen Midlife-Crisis-Chat-Lovestory einen Roman zu machen. Tja und »irgendwann« war plötzlich jetzt. Und so fing es an, mit dem »richtigen« Schreiben.

– In welchem Genre oder welchen Genres sind Ihre Bücher angesiedelt? Fans welcher Autoren könnte es gefallen, in Ihre Werke hineinzuschauen?

Die drei Bände meiner abgeschlossenen »Feuermann & Venusfrau«-Trilogie sind schräge romantische Komödien mit Tiefgang und Protagonist:innen jenseits der vierzig. Fans von Anika Decker könnten auch bei mir Spaß haben.
Das aktuelle Projekt ist zeitgenössische humorvolle Urban Fantasy und möglicherweise etwas für Fans von Walter Moers und T. J. Klune.

– Wie wird ein Buch Ihrer Ansicht nach zu einem guten Buch, was zeichnet gute Protagonisten aus?

Sie müssen Gefühle in mir auslösen, mich emotional packen. Das kann positiv oder negativ sein. Meine große Liebe gilt den ambivalenten Charakteren, die einen so ein bisschen hin- und hergerissen am Haken baumeln lassen.

– Wie können wir uns einen Tag im Autorenleben der Liane Louck vorstellen? Wie, wann und wie viel schreiben Sie? Haben Sie dabei spezielle Rituale?

Ich habe keine festen Rituale, versuche aber, jeden Tag zu schreiben. Gestern zum Beispiel waren es 10.599 Anschläge, bzw. ein achtseitiges Kapitel. Gerate ich in meinen Wunschzustand, eine Art Schreibhyperfokus, kann es an einem Tag auch gut dreimal so viel und mehr sein. Das ist nur leider nicht planbar.

– Wodurch entwickeln sich die Ideen für Ihre Geschichten? Wer oder was inspiriert Sie?

Das echte Leben. Selbst die Fantasy-Geschichte, die derzeit entsteht, hat sehr reale Bezüge zu meiner zweiten Heimat in Andalusien.

– Entstehen Ihre Geschichten vorab »am Reißbrett«, oder schreiben Sie »drauflos« und lassen Sie sich selbst überraschen? Warum halten Sie Ihren Weg für den Richtigen?

Ich bin ein großer Fan von kreativen Kapiteltiteln und sie sind von Beginn an Teil meines »Reißbretts«. Da meine Debüttrilogie autofiktional ist, war – abgesehen von den fiktiven Figuren, die dazu kamen – von Anfang an klar, wo es mit der Geschichte hingeht. Was mich überrascht hat, war die Stimme des Gewissens der Protagonistin, die sich einfach selbst hineingeschrieben hat. Die war so nicht geplant, das ist einfach passiert.
Ich glaube generell nicht, dass es da einen richtigen oder falschen Weg gibt.

– Fühlt sich das »Autorenleben« genauso an, wie Sie sich das vorher vorgestellt haben? Haben Sie Wünsche an den deutschsprachigen Buchmarkt und speziell an Ihre Leserschaft?

Ich vermisse noch das Penthouse mit Blick über Bangkok …
Im Ernst, ich träume natürlich vage von Millionenbestsellern, aber eine konkrete Vorstellung von einem »Autorenleben« hatte ich bisher nie. Ich schreibe einfach, so oft ich Gelegenheit und Ideen habe und das allein fühlt sich wunderbar an.
Meine Wünsche an den Buchmarkt? Flexibler sein, schneller reagieren auf Marktströmungen. Mehr Respekt und Sichtbarkeit für die Werke von Selfpublishern. Wobei sich gerade in dem Bereich viel tut. Bereits im zweiten Jahr wird momentan das Selfpublisher-Speeddating organisiert, bei dem interessierte Buchhandlungen eine kuratierte Auswahl von SP-Titeln erhalten.
Wünsche an potenzielle Leser:innen? Neugieriger sein und auch mal über den „Verlags“-Tellerrand hinausschauen. Inzwischen findet man auf mehreren Online-Plattformen eine breite Auswahl an hochprofessionellen SP-Titeln, die Verlagsbüchern in nichts nachstehen. Ich selbst habe in diesem Jahr bereits drei Romane von SP-Kolleg:innen gelesen, von denen mich keiner enttäuscht hat.